Welche Farbe gehört zu welchem Bereich?

Die RAL Gütegemeinschaft Gebäudereinigung empfiehlt in ihrer Arbeitshilfe für Büro- und Verwaltungsgebäude die folgende Zuordnung. Sie ist eine praktische Orientierung. Ein bestehendes objektbezogenes Konzept muss vor einer Umstellung geprüft werden, damit keine widersprüchlichen Regeln entstehen.

Gängige Zuordnung nach der RAL-Arbeitshilfe für Büro- und Verwaltungsgebäude
FarbeVorgesehener BereichPraktische Abgrenzung
RotWC und UrinalGetrennt von Tüchern für Waschbecken oder Mobiliar halten
GelbWeitere SanitärflächenZum Beispiel Waschbecken, Spiegel und Wandfliesen
BlauEinrichtung und MobiliarZum Beispiel vereinbarte Tisch- und Ablageflächen
GrünKüche und KantineKonkrete Flächen und objektbezogene Anforderungen festlegen

Was leistet ein Farbsystem – und was nicht?

Die Zuordnung macht sichtbar, wofür ein Tuch vorgesehen ist, und unterstützt die Trennung von Arbeitsbereichen. Sie ersetzt weder den rechtzeitigen Tuchwechsel noch geeignete Reinigungsverfahren. Ein rotes Tuch kann verschmutzt sein, ein blaues für eine bestimmte Oberfläche ungeeignet.

Legen Sie fest, wann ein frisches Tuch eingesetzt wird und wie benutzte Textilien gesammelt werden. Für Bereiche mit besonderen Hygieneanforderungen gelten die dort abgestimmten Vorgaben. Aus dieser allgemeinen Übersicht lässt sich kein vollständiger Hygiene- oder Desinfektionsplan ableiten.

Wie wird die Zuordnung im Alltag verständlich?

Hängen Sie eine kurze Farbliste am Materialplatz aus und ergänzen Sie eindeutige Bereichsnamen. Das hilft auch dann, wenn Farbtöne ähnlich wirken oder jemand Farben nicht sicher unterscheiden kann. Erklären Sie die Regeln bei der Einarbeitung anhand der tatsächlich verwendeten Tücher und Räume.

Stimmen Sie nach Möglichkeit Tücher, Ablageplätze und weitere farblich gekennzeichnete Arbeitsmittel auf dieselbe Zuordnung ab. Führen Sie keine zusätzliche Sonderfarbe ohne Erklärung ein. Änderungen am System sollten an alle Beteiligten weitergegeben werden, einschließlich Vertretungskräften.

Wie viele Tücher sollte ein Unternehmen bereithalten?

Der Bedarf folgt aus den Bereichen, Wechselregeln, Einsätzen und dem Weg zur Aufbereitung. Zählen Sie nicht nur die Tücher auf dem Wagen: Ein Teil kann gerade benutzt, gesammelt, gewaschen oder noch nicht wieder verfügbar sein. Die erforderliche Reserve richtet sich nach dem tatsächlichen Ablauf.

Erfassen Sie den Bedarf je Farbe getrennt. Werden bestimmte Tücher regelmäßig knapp, prüfen Sie Einsatzmenge und Rücklauf, bevor auf eine andere Farbe ausgewichen wird. Ein kurzer Bestandsplan kann Einkauf und Reinigungsteam helfen, Engpässe nachvollziehbar zu vermeiden.

Materialverbrauch und Nachbestellung planen

Sind alle Mikrofasertücher gleich zu pflegen?

Nein. Gewebe, Materialmischung, Beschichtung und Herstellerfreigaben können sich unterscheiden. Prüfen Sie beim konkreten Artikel Waschtemperatur, zulässige Mittel, Trocknung und vorgesehene Anwendung. Übernehmen Sie die Pflegeangaben eines ähnlich aussehenden Tuchs nicht ungeprüft.

Für die Anfrage gehören Größe, Farbe, Material beziehungsweise Produktbezeichnung und Anwendungsbereich auf die Bedarfsliste. Stimmen Sie auch die Eignung für empfindliche Oberflächen ab. Ein hoher Grammaturwert allein ist weder ein Nachweis für die passende Reinigungswirkung noch für Materialverträglichkeit.

Was sollte bei einer Sortimentsumstellung dokumentiert werden?

Halten Sie alte und neue Artikelnummer, Zuordnung, Pflegehinweise und den Umstellungstermin fest. Testen Sie geeignete Alternativen in einem klar abgegrenzten Bereich und sammeln Sie Rückmeldungen zur Handhabung. Bestellen Sie größere Mengen erst nach der fachlichen Prüfung für Ihren Einsatz.

Adler kann den Bedarf an Tüchern, Moppbezügen und weiteren Verbrauchsartikeln gemeinsam aufnehmen. Damit wird erkennbar, welche Ausführungen benötigt werden und welche Mengen für den laufenden Betrieb sinnvoll angefragt werden sollten.