Hygieneartikel fürs Unternehmen: Verbrauch, Vorrat und Nachbestellung berechnen
Leere Spender und überfüllte Lagerräume haben oft dieselbe Ursache: Der Einkauf kennt den tatsächlichen Verbrauch nicht. Statt pauschaler Mengen pro Mitarbeiter hilft eine einfache Bestandsrechnung. Dieser Leitfaden zeigt, wie Unternehmen Papierhandtücher, Toilettenpapier und Seife anhand eigener Verbrauchsdaten planen.
Mit einer verlässlichen Artikelliste anfangen
Erfassen Sie Artikelnummer, Packungsinhalt, Lagerort und den zugehörigen Spender. „Ein Karton Papier“ ist keine brauchbare Mengeneinheit, wenn die Kartons unterschiedlich viele Tücher enthalten. Rechnen Sie beispielsweise in Blatt, Rollen eines exakt festgelegten Artikels oder Millilitern.
Für eine erste Messung können Sie vier typische Betriebswochen wählen. Zählen Sie am Anfang und Ende nach derselben Methode und erfassen Sie Lieferungen sowie Umlagerungen. Ferien, Veranstaltungen und ungewöhnliche Belegung werden separat notiert. Angebrochene Packungen und gefüllte Spender sollten nach einer gleichbleibenden Regel berücksichtigt werden.
Verbrauch und Meldebestand berechnen
Für einen abgegrenzten Standort gilt: Verbrauch = Anfangsbestand + Zugänge − Endbestand − Abgänge an andere Standorte. Teilen Sie den Verbrauch durch die tatsächlichen Betriebstage. Das Ergebnis ist ein beobachteter Tagesdurchschnitt, keine allgemeine Verbrauchsnorm.
Der Meldebestand ist die Menge, bei der Sie nachbestellen: Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitsbestand. Rechnen Sie die Zeit in den Verbrauchstagen Ihres Betriebs. Die Wiederbeschaffungszeit umfasst auch interne Freigabe und Bestellbearbeitung. Eine Reserve muss Schwankungen und mögliche Verzögerungen Ihres konkreten Bezugswegs berücksichtigen.
| Größe | Beispiel | Ergebnis |
|---|---|---|
| Verbrauch im Messzeitraum | 18.000 Blatt Anfang + 12.000 Zugang − 10.000 Ende | 20.000 Blatt |
| Durchschnitt pro Betriebstag | 20.000 Blatt ÷ 20 Betriebstage | 1.000 Blatt |
| Bedarf während Wiederbeschaffung | 1.000 Blatt × 4 Verbrauchstage | 4.000 Blatt |
| Frei gewählte Reserve | 3 weitere Verbrauchstage × 1.000 Blatt | 3.000 Blatt |
| Meldebestand | 4.000 + 3.000 Blatt | Bei 7.000 Blatt Nachbestellung auslösen |
Wie groß soll die Bestellung sein?
Meldebestand und Bestellmenge sind verschiedene Größen. Legen Sie einen Zielbestand fest, der zum Bestellrhythmus, Lagerplatz und Liefermodell passt. Eine einfache Rechnung zum Bestellzeitpunkt lautet: Bestellmenge = Zielbestand − verfügbarer Bestand − bereits bestellte, rechtzeitig eintreffende Menge. Negative Ergebnisse bedeuten, dass nach dieser Rechnung kein Zusatzbedarf besteht.
Beispiel: Für einen Zielbestand von 20.000 Blatt sind noch 7.000 vorhanden und keine Lieferungen offen. Der Bedarf beträgt 13.000 Blatt. Bei 3.000 Blatt pro Karton wären fünf Kartons nötig, wenn auf volle Kartons aufgerundet wird. Der daraus entstehende Mehrbestand muss im Lager Platz haben. Dies ist ein Rechenbeispiel, keine Liefer- oder Verpackungsangabe von Adler.
Warum Mitarbeiterzahlen allein nicht reichen
Anwesenheit, Besucher, Schichten und die Nutzung einzelner Waschräume können stark schwanken. Ein Unternehmen mit vielen Beschäftigten im Außendienst hat eine andere Situation als ein Standort mit Veranstaltungen. Erfassen Sie deshalb nach Möglichkeit Standort und Betriebsphase, statt nur die Zahl der Arbeitsverträge zu verwenden.
Bei Seife zählen Füllmenge und die tatsächliche Ausgabe des verwendeten Spenders. Bei Papier zählen Format, Entnahme und beobachteter Verbrauch. Prüfen Sie bei auffälligen Änderungen zuerst die Ursache: andere Belegung, eine geänderte Packungsgröße, ein neuer Spender oder eine unvollständige Bestandsaufnahme.
Eine Bedarfsliste erstellen, mit der der Einkauf arbeiten kann
Nennen Sie pro Position Artikel oder Spezifikation, passende Spender, Mengeneinheit, erwarteten Verbrauch und Lieferort. Ergänzen Sie gewünschte Liefertermine und Hinweise auf zulässige Alternativen. Ein niedriger Kartonpreis ist wenig hilfreich, wenn das Papier nicht in den vorhandenen Spender passt.
Ordnen Sie auch die Aufgaben zu: Wer prüft das Lager, wer löst Bestellungen aus und wer füllt die Spender? Für planbaren Bedarf in Mannheim, Ludwigshafen und der weiteren Rhein-Neckar-Region können Sie Adler eine gebündelte Liste schicken. Verfügbarkeit, geeignete Artikel und Lieferbedingungen werden anhand der Anfrage geklärt.
Diese Angaben gehören in Ihre Bedarfsliste
Diese Punkte helfen, Bedarf und Rahmenbedingungen strukturiert zu klären.
- Standort und zuständige Kontaktperson
- Artikelnummer oder genaue Produktspezifikation
- Spenderhersteller, Modell oder Systemkennung
- Packungsinhalt und einheitliche Mengeneinheit
- Gemessener Verbrauch und verfügbare Bestände
- Gewünschter Liefertermin und zulässige Alternativen
So berücksichtigt Adler diese Punkte.
- 01
Wir prüfen Ihre Bedarfsliste und die gewünschten Produktspezifikationen.
- 02
Vorhandene Spendersysteme und geeignete Nachfüllartikel werden bei der Auswahl berücksichtigt.
- 03
Regelmäßigen oder gebündelten Firmenbedarf können Sie auch ohne Reinigungsauftrag anfragen.
Weiterführende Fachquellen
Dieser Beitrag wurde von Adler eigenständig für Auftraggeber aufbereitet. Externe Quellen dienen der fachlichen Einordnung; Adler ist nicht deren Herausgeber.
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